Kopfschmerz-Tagebuch: was Sie vor einem Migränetermin notieren
Notieren Sie Kopfschmerztage, Symptome und Arzneimittel. Die HSE empfiehlt mindestens vier Wochen, doch bei Bedarf sollten Sie schon vorher Hilfe suchen.
Ein Kopfschmerztagebuch hilft Ihrer Hausarztpraxis, wiederkehrende Kopfschmerzen anhand von Zeitpunkt, Symptomen und Wirkung der Arzneimittel einzuschätzen. Notieren Sie Beginn und Dauer einer Attacke, weitere Beschwerden und eingenommene Mittel. Die HSE empfiehlt ein Migränetagebuch über mindestens vier Wochen. Beginnen Sie schon während der Terminvereinbarung und bringen Sie Ihre bisherigen Aufzeichnungen mit. Warnzeichen müssen dringend beurteilt werden, unabhängig vom Tagebuch.
Bevor Sie beginnen
Wann Kopfschmerzen sofortige Hilfe erfordern
Plötzlich einsetzende, außergewöhnlich starke Kopfschmerzen oder neue Schwäche beziehungsweise Sprachprobleme erfordern Notfallhilfe, auch wenn Sie bereits Migräne hatten.
Kontaktieren Sie Ihre Hausarztpraxis, wenn Attacken häufig sind, Symptome stark ausgeprägt sind oder rezeptfreie Schmerzmittel nicht helfen. Beschreiben Sie jede Veränderung des üblichen Musters. Vor einem längerfristigen Behandlungsplan kann eine Untersuchung oder weitere Abklärung nötig sein.
Quelle: HSE — Überblick zur Migräne, überarbeitet am 16. August 2024; geprüft am 27. September 2026.
Ein hilfreicher täglicher Eintrag
Was gehört in ein Kopfschmerztagebuch?
Verwenden Sie täglich dieselben Rubriken: Zeitpunkt, Symptome, Arzneimittel und deren Wirkung. Führen Sie das Tagebuch möglichst mindestens vier Wochen.
Die HSE empfiehlt außerdem zu notieren, was Sie bei Beginn der Beschwerden gerade taten und wann Ihre letzte Monatsblutung war. Vier Wochen sind eine sinnvolle Aufzeichnungsdauer, keine Wartefrist für medizinische Hilfe. Liegt Ihr Termin früher, bringen Sie Ihre bisherigen Notizen mit.
- Datum und Zeitpunkt: Wann die Kopfschmerzen begannen und endeten oder ob sie am nächsten Tag anhielten.
- Schmerz: Wo er auftrat, ob er pulsierte oder drückte und wie stark er normale Tätigkeiten beeinträchtigte.
- Weitere Symptome: Übelkeit, Erbrechen, Licht- oder Geräuschempfindlichkeit sowie Seh- oder Empfindungsstörungen.
- Arzneimittel: Name, Dosis, Einnahmezeit und Wirkung, einschließlich rezeptfreier Mittel.
- Umstände: Schlaf, ausgelassene Mahlzeiten, Menstruation und Besonderheiten an diesem Tag.
- Auswirkungen: Arbeitsausfall, abgesagte Pläne, Zeit im Bett oder Schwierigkeiten bei der Betreuung anderer.
Markieren Sie auch kopfschmerzfreie Tage. So lassen sich die betroffenen Tage pro Monat leichter zählen. Kurze zeitnahe Notizen sind hilfreicher als der Versuch, mehrere Wochen aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren.
Quelle: HSE — Migränediagnostik, überarbeitet am 16. August 2024; geprüft am 27. September 2026.
Ein erfundener Eintrag
So einfach kann ein Eintrag aussehen
Ein kurzer Eintrag kann die Informationen festhalten, die Ihre Hausarztpraxis benötigt. Das folgende Beispiel ist erfunden.
Dienstag: Kopfschmerzen vom späten Vormittag bis zum frühen Abend; linksseitiges Pulsieren; Übelkeit und Lichtempfindlichkeit; zwei Stunden nicht gearbeitet. Schlecht geschlafen und nicht gefrühstückt. Arzneimittelname, tatsächliche Dosis und Einnahmezeit notiert; teilweise Linderung.
Schreiben Sie in Ihrem Tagebuch den genauen Arzneimittelnamen und die Dosis statt „übliche Tablette“. Lassen Sie unsichere Angaben lieber offen, statt zu raten. Ein Notizbuch, Kalender oder eine private Handynotiz reicht aus. Wählen Sie etwas, das Sie während oder kurz nach einer Attacke nutzen können.
Schützen Sie Ihre Aufzeichnungen. Prüfen Sie bei einer App, wie Gesundheitsdaten gespeichert und weitergegeben werden. Bringen Sie eine Zusammenfassung oder ausgewählte Bildschirmfotos zum Termin mit, statt uneingeschränkten Zugriff auf Ihr Handy zu geben.
Beobachtung ist kein Beweis
Ein möglicher Auslöser ist nicht automatisch die Ursache
Wiederkehrende Muster können ärztlich hilfreich sein. Ein einzelner Kopfschmerz nach einem Lebensmittel oder einer schlechten Nacht beweist jedoch keine Ursache.
Migräne kann neben Kopfschmerzen Übelkeit und Licht- oder Geräuschempfindlichkeit verursachen. Manche Menschen erleben eine Aura mit vorübergehenden Seh- oder anderen neurologischen Symptomen. Beschreiben Sie, was passiert ist, wann es begann und wie lange es dauerte. Neue Schwäche oder Sprachprobleme fallen unter die oben genannten Notfallhinweise und sollten nicht zu Hause als Aura beurteilt werden.
Notieren Sie mögliche Auslöser auch an kopfschmerzfreien Tagen. Das ergibt ein klareres Bild als eine bloße Liste verdächtiger Lebensmittel. Regelmäßige Mahlzeiten, ausreichend Flüssigkeit und ein gleichmäßiger Schlafrhythmus sind sinnvolle Ausgangspunkte. Vermeiden Sie größere Ernährungseinschränkungen aufgrund eines einzelnen Eintrags.
Quelle: HSE — Überblick zur Migräne, überarbeitet am 16. August 2024; geprüft am 27. September 2026.
Eine wichtige Unterscheidung
Zählen Sie die Tage mit Kopfschmerzmitteln
Zählen Sie neben den Dosen auch die Tage, an denen Sie Kopfschmerzmittel nehmen. Häufige Einnahme kann die Behandlung selbst erschweren.
Erfassen Sie verschriebene Migränemittel, Schmerzmittel aus der Apotheke und Kombinationspräparate. Notieren Sie Dosis, Einnahmezeit im Verlauf der Attacke und Wirkung. Zählen Sie für die Monatsübersicht jeden Tag mit Arzneimitteleinnahme, auch wenn Sie an diesem Tag mehrere Dosen genommen haben.
Die HSE warnt, dass häufige Schmerzmitteleinnahme über längere Zeit Kopfschmerzen durch Medikamentenübergebrauch auslösen kann. Bitten Sie Ihre Hausarztpraxis oder Apotheke um eine Überprüfung, wenn Sie die Mittel oft brauchen, Kopfschmerzen häufiger werden oder Ihre übliche Behandlung nicht mehr hilft. Erhöhen Sie keine Dosen, kombinieren Sie keine Produkte mit demselben Wirkstoff und setzen Sie ein regelmäßig verordnetes Arzneimittel nicht ohne Beratung plötzlich ab.
Quelle: HSE — Migränediagnostik und Erfassung der Schmerzmitteleinnahme, überarbeitet am 16. August 2024; geprüft am 27. September 2026.
Notizen sinnvoll nutzen
Bringen Sie Ihr Tagebuch und drei praktische Fragen mit
Bringen Sie eine Monatsübersicht mit: Kopfschmerztage, Einnahmetage und Auswirkungen auf Arbeit, Schlaf oder andere Tätigkeiten.
Nehmen Sie das Tagebuch, eine Arzneimittelliste und Ihre Fragen mit. Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt berücksichtigt die Vorgeschichte und prüft gegebenenfalls Sehvermögen, Koordination, Reflexe oder Empfindungen. Es gibt keinen einzelnen Test, der Migräne bei jedem Menschen bestätigt. Bei unklarer Diagnose oder unzureichender Symptomkontrolle kann eine fachärztliche Überweisung nötig sein.
Fragen Sie, was Sie während einer Attacke tun sollen, ob eine vorbeugende Behandlung sinnvoll ist und wann der Plan überprüft werden sollte. Eine hausärztliche Online-Konsultation kann helfen, ein bekanntes Muster zu besprechen. Neue oder besorgniserregende Symptome können jedoch eine Untersuchung erfordern. Unser Ratgeber zu Online- und Vor-Ort-Behandlung erläutert den Unterschied.
Quelle: HSE — Migränediagnostik, überarbeitet am 16. August 2024; geprüft am 27. September 2026.
Versorgung in Irland
Den passenden Termin wählen
Wiederkehrende Kopfschmerzen sollten beurteilt werden, wenn sie Ihren Alltag beeinträchtigen oder ihren Charakter verändern.
Bringen Sie Ihre bisherigen Notizen mit
Sie brauchen kein perfektes Tagebuch, um um Hilfe zu bitten.
Medizinische Quellen
Grundlagen dieses Entwurfs
Informationen des irischen öffentlichen Gesundheitsdienstes, geprüft am 27. September 2026. Die ärztliche Prüfung dieses Entwurfs steht aus.
Die HSE-Seiten wurden aus NHS-Material für Irland angepasst und zuletzt am 16. August 2024 überarbeitet. Dieser Artikel folgt dem HSE-Rat zum vierwöchigen Tagebuch und dem irischen Versorgungsweg. Er legt keinen individuellen Arzneimittelplan fest.
Fragen
Häufige Fragen zum Kopfschmerztagebuch
Brauche ich eine Migränetagebuch-App?
Nein. Ein Notizbuch, Kalender oder eine Handynotiz genügt, wenn Sie es regelmäßig nutzen und Ihrer behandelnden Fachperson eine verständliche Zusammenfassung zeigen können.
Soll ich mit der Terminbuchung vier Wochen warten?
Nein. Beginnen Sie während der Organisation der Behandlung mit dem Tagebuch und bringen Sie Ihre bisherigen Notizen mit. Suchen Sie bei Warnzeichen dringend Hilfe. Warten Sie nicht auf eine vollständige Aufzeichnungsdauer, wenn Kopfschmerzen untersucht werden müssen.
Zeigt mein Tagebuch, ob ich Migräne habe?
Es kann die Beurteilung unterstützen, stellt aber keine Diagnose. Ihre behandelnde Fachperson berücksichtigt Vorgeschichte, Symptome und bei Bedarf eine Untersuchung oder weitere Diagnostik.




